Informationen rund um die Technik

Wickeltechnik

Wickelcharakteristik

Während des Wickelprozesses zum maximalen Wickeldurchmesser steigt das Motordrehmoment linear mit dem Wickeldurchmesser an. Bei großen Durchmesserverhältnissen oder Wickelgütern mit glatter Oberfläche besteht jedoch die Gefahr, dass Haftreibung zwischen den Lagen überschritten werden und der Wickelballen austeleskopiert. In diesem Fall wird die Zugkraft F mit steigendem Durchmesser stetig zurückgenommen. In diesem Zusammenhang spricht man auch von einer Wickelcharakteristik. Im Wickelzentrum (zu Beginn des Wickels) wird hart und nach außen(zum Ende des Wickels) hin zunehmend weicher gewickelt. Die Reduzierung der Zugkraft F erfolgt in der Regel ab einem bestimmten Durchmesser antiproportional zum Durchmesser. Wickelcharakteristiken werden bei allen Regelverfahren gleichermaßen eingesetzt. Bei tänzergeregelten Wicklern kann die Zugkraft nur mit geeigneten Stellgliedern am Tänzer verstellt werden. Dies kann zum Beispiel ein Pneumatikzylinder sein.

Grundlage für das Ausführen einer Wickelcharakteristik oder einer Zugkraftkurve ist der Durchmesser. Um diesen zur ermitteln, bieten wir zwei Lösungen an.

  • Wickelrechner
  • Durchmesserfassung

Wickelrechner

Dieser kommt dann zum Einsatz, wenn keine Durchmessererfassung durch externe Geräte vorgenommen wird. Durch unsere langjährige Erfahrung in Bereich Wickeltechnik haben wir zahlreiche Standardfunktionsblöcke geschaffen. Hierzu gehört auch unser Wickelrechner.

Durchmessererfassung

Bei der Durchmessererfassung unterscheidet man zwei unterschiedliche Verfahren:

  • Ultraschallmessung (Sonar Bero)
  • Optoelektronische Messung (Lichtlaufzeitsensoren)

Beide werden von uns regelmäßig verwendet und eingesetzt. Dabei ist auf die gute mechanische Montage der Sensoren zu achten, um Verschmutzungen der Sensoren durch Abrieb von Material zu verhindern.

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